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Typ

Game Design /

Produktdesign /

Cultural Design

 

Jahr

2023

 

Kontext

Re-Turn Erzgebirge Projekt · Deutschland

 

Rolle

Konzept /

Recherche /

Spielsystem-Design / Produktdesign

Fokus

Totenkultur /

Ritual /

Handwerk

Storytelling · Interaktion

Ein modulares Strategiespiel, das traditionelle Handwerkskunst und globale Totenkulturen in ein interaktives Erlebnis aus Erinnerung, Reflexion und Spiel verwandelt.

Summary Box|Key Highlights

Kulturelle Fusion des Handwerks

JI transformiert die traditionelle Holzkunst aus dem Erzgebirge in ein zeitgenössisches Strategiespiel. Es schlägt eine Brücke zwischen deutscher Volkskunst und globalen Totenritualen, um einen interkulturellen Dialog über das Gedenken zu eröffnen.

Modulares Storytelling durch Spiel

Mit einem frei gestaltbaren Spielfeld aus Brücken und Pfaden symbolisiert das Spiel die Einzigartigkeit jedes Lebensweges. Es erlaubt den Spielern, die „Unterwelt“ nicht als Ort der Furcht, sondern als modulare Landschaft der Reflexion und strategischen Entdeckung zu erkunden.

Tabubruch durch Interaktion

Indem das Projekt den Tod durch die Linse des Spiels neu rahmt, schafft es einen zugänglichen Raum für den Austausch über Verlust und Erinnerung. Es zeigt auf, wie Spieldesign in einer Welt nach der Pandemie als Medium für emotionale Heilung und soziale Verbindung dienen kann.

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​Projekt - JI

Ein interkulturelles Strategiespiel
über Tod, Erinnerung und Handwerk

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Projektübersicht

JI (祭) ist ein Strategiespiel, das Spieler*innen dazu einlädt, unterschiedliche kulturelle Vorstellungen von Tod, Erinnerung und dem Weg der Seele zu erkunden.
Inspiriert von traditionellem Handwerk aus dem Erzgebirge und globalen Todesritualen übersetzt das Projekt sensible kulturelle Themen in ein zugängliches Spielerlebnis.

In einer symbolischen Unterwelt übernehmen die Spieler die Rolle von Begleitern, die Seelen sammeln und führen.
Durch den modularen Spielaufbau, strategische Entscheidungen und kulturelles Storytelling wird der Tod nicht als Ende, sondern als Übergang dargestellt.

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Design Thinking & Konzept

Hintergrund & Motivation

Traditionelle Holzhandwerksprodukte aus dem Erzgebirge sind häufig auf saisonale Dekoration beschränkt.
Gleichzeitig fehlt es in der modernen Gesellschaft an offenen Räumen, um über Tod und Verlust zu sprechen.

JI bringt Handwerkskunst in den Alltag und schafft durch ein Brettspiel einen sanften Zugang zu den Themen Erinnerung und Abschied.

Namensherkunft – „JI (祭)“

Das Schriftzeichen „JI“ (祭) steht für Gedenkzeremonien, die Verehrung von Verstorbenen sowie von Seelen und Göttern in vielen asiatischen Kulturen.
Weltweit wird der Tod unterschiedlich interpretiert – als Trauer, Übergang oder Neubeginn.

Die Karten in JI verbinden Symbole, Mythen und Rituale aus verschiedenen Kulturen.
So lernen die Spieler durch das Spiel unterschiedliche Todesvorstellungen kennen.

Das frei gestaltbare Spielbrett symbolisiert, dass jeder Lebensweg einzigartig ist.

Designkonzept – Tod als Übergang

Der Tod wird in JI nicht als Ende, sondern als Transformation dargestellt.
Spieler führen Seelen über Brücken, Bögen und Strukturen – als Metapher für unterschiedliche kulturelle Vorstellungen des Jenseits.

Spielsystem & Mechanik

JI ist ein modulares Strategiespiel, das kulturelles Storytelling mit räumlichem Design verbindet.

Spieler bauen das Spielfeld frei zusammen und müssen ihre Ressourcen strategisch einsetzen, um optimale Züge zu machen und Gegner zu blockieren.

Spielformat

  • Spieler: 2–8

  • Alter: ab 8 Jahren

  • Genre: Puzzle · Strategie

Spielmaterial

  • 25 Karten · 9 Bögen · 12 Brücken · 8 Bauelemente ·

  • 4 Spielfigurensets · 3 Straßensperren

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Kultureller Kontext

Das Projekt integriert kulturelle Referenzen aus verschiedenen Regionen, darunter:

  • Europäische symbolische Darstellungen des Todes

  • Asiatische Ahnenrituale

  • Japanische Festtraditionen

Durch die Verbindung dieser Einflüsse mit deutscher Holzhandwerkskunst wird JI zu einer interkulturellen Plattform, die zeigt, wie Gesellschaften den Tod erinnern, ehren und interpretieren.

Ergebnis & Reflexion

JI zeigt, wie traditionelles Handwerk in eine zeitgemäße und bedeutungsvolle Erfahrung überführt werden kann.


Anstatt ausschließlich dekorative Objekte zu schaffen, untersucht das Projekt, wie Design emotionale, kulturelle und pädagogische Werte vermitteln kann.

Durch modulare Konstruktion, Storytelling und strategische Interaktion bietet JI den Spieler:innen einen neuen Zugang zum Thema Tod – nicht mit Angst, sondern mit Neugier, Respekt und Reflexion.

Das Projekt verdeutlicht das Potenzial von Spieldesign als Medium für kulturellen Dialog, emotionalen Ausdruck und soziale Verbundenheit.

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